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Chronik

Chronik des Judoclub Montafon

 

Im Jahre 1967 wurde der Judo Club Montafon von einem Proponentenkomitee ins Leben gerufen. Dieses Komitee setzte sich zusammen aus: Herbert Senn, Träger des 2. Dan-Grades, sowie Heinz Wolf, Walter Vonbank, Fred Gehrer und Josef Schönherr.

Herbert Senn, der ja der Angelpunkt des ganzen war, verdiente sich seine Sporen beim Judo Club Bregenz sowie bei diversen Auslandsaufenthalten. Am 22. Februar 1967 war es dann soweit. Das Proponentenkomitee organisierte den 1. Trainingsabend in der Turnhalle der Hauptschule Schruns-Dorf.

 


 
 
Niederschrift des Chronisten Hugo Zangerle: “Und sie kamen. Aus immerwelchen Gründen auch, aber sie kamen. Nach zwei Stunden gingen sie. Leise fluchend, mit verkniffenen Gesichtern und schmerzenden Muskeln. Doch sie kamen wieder, einige. 

In den folgenden Trainingsabenden schied sich die Spreu vom Weizen. Kimonos wurden angeschafft und die ersten eckigen Würfe auf die behelfsmäßige Matte gewurstelt.“ Dann konnte der nächste Schritt getan werden.

 

Am 14. Juni 1967 fand im Hotel Taube die ordentliche Gründungsversammlung statt. Die ersten Funktionäre wurden bestellt. Die Geschicke des soeben aus der Taufe gehobenen Clubs zu leiten und zu lenken fanden sich bereit: Heinz Wolf als Obmann, Peter Vonbank als stellvertretender Obmann, Herbert Senn als sportlicher Leiter, Fred Gehrer als Schriftführer und Arnold Dajeng als Kassaverwalter.

 

Am 30. Juni 1967 traten zum ersten Mal 10 Mann zur Kyu-Prüfung in Bregenz an und machten den 5. Kyu (gelben Gürtel). Am 29. September fand der erste Vergleichskampf gegen den Judo Club Dornbirn statt. Die 10 Mann bestanden die Feuertaufe recht gut und verloren nur mit 12:10 Punkten.  

 

Am 5. November 1967 fand in Dornbirn die 1. Vorarlberger Judo-Landesmeisterschaft statt, bei der Herbert Senn mit 9 seiner Schüler antrat. Herbert Senn besiegte seine Gegner in eindrucksvoller Weise und holte sich den Titel des Vorarlberger Meisters im Mittelgewicht. Und die anderen: sie schlugen sich wacker. Am 13. November 1967 konnte das erste Mal auf der von Pepsi Nels in Paris erstandenen Reisstrohmatte trainiert werden.

 

Am 20. Oktober organisierte der JCM die 1. Vlbg. Judo-Jugend- und Schüler-Einzelmeisterschaft. 64 Judokas kämpften um den Titel. Der JCM erkämpfte 3 Gold- 3 Silber- und 5 Bronzemedaillen. Die goldenen Drei waren: Edwin Sander, Ludwig Ganahl und Robert Fleisch.

 

Am 4. März 1970 kam der JCM zum ersten Mal mit Japanischen Gästen in Kontakt, die unter der Leitung von Prof. Morozumi nach Schruns zum Schilaufen kamen. In den darauf folgenden Jahren kam es zu einer engen Zusammenarbeit, an der sich auch Judo-Sportprof. Shimizu sich beteiligte, und alle 2 Jahre ein Judo-Training in Schruns abhielt. Es kam in weiterer Folge auch zur Gründung der Austria-Japan Ski-Mission an der Obmann Peter Vonbank großen Anteil hatte.
 

 

 

 

Im Jahre 1971 bei der Jahreshauptversammlung übernahm Peter Vonbank die Geschicke des JCM als Obmann.

 

Im Jahre 1980 konnte durch den Verkauf von Werbefläche auf einer Schautafel, sowie Sammlungen und Spenden das Geld für eine neue Schaumstoffverbundmatte, auf der heute noch trainiert wird, hereingebracht werden.

 

Der JCM steckte und steckt nicht nur sehr viel Energie in den Aufbau der Jugendarbeit, sondern es war im auch wichtig, die Freundschaft auch anderweitig zu erhalten. Sei es bei Freundschaftskämpfen im In- und Ausland, bei diversen Festen, am Stammtisch und so weiter. Auch die sportlichen Erfolge konnten sich im Lauf der Jahre sehen lassen.
 
  

Es wurden auch Meisterschaften ausgerichtet, Ausflüge organisiert, Freundschaftskämpfe im Elsass oder im Südtirol besucht, wobei die Turniere in Bellinzona (Schweiz) vielen noch in besonderer Erinnerung sind.

 

Im Jahre 1996 wurde zum ersten Mal im Sommer ein Judo-Camp für Schüler und Jugendliche in der Sportschule Schruns-Tschagguns mit Unterstützung des ÖJV unter der Leitung des Jugendnationaltrainers Taro Netzer durchgeführt. Tatkräftig wurde er auch immer von Rupert Riess, Trainer des Judo Club Union-Raika-Pinzgau, unterstützt. Jährlich nahmen daran ca. 80 bis 100 Judokas teil und konnten so auf die kommenden Herbstmeisterschaften vorbereitet werden.

 

Im Jahre 2003 verstarb unser Langzeitobmann Peter Vonbank nach längerer schwerer Krankheit. Er hatte die Geschicke des Vereines 32 Jahre als Obmann geleitet und tat sich besonders als ruhender Pol heraus, der immer imstande war die Wogen zu glätten, und bei dem das Gesellige auch nie zu kurz kam.

 

Nach dem ableben des Obmannes Peter Vonbank übernahm der Obmann-Stellvertreter Peter Nussbaumer interimistisch das Amt des Obmannes und seit der JHV 2004 leitet Walter Schörkl die Geschicke des JCM.

 

Es ist der unermüdlichen Arbeit der Trainer Herbert Senn gefolgt von Thomas Wolf mit seinem Team Myriam Buda, Birgit Burtscher und Rahpael Wolf zu verdanken, dass die Erfolge auch auf nationaler Ebene nicht ausblieben.

 

Es sei abschließend ein Dank an die Gemeinde Schruns, die Schulleitung, die zahlreichen Gönner und an alle zu richten, die dem JCM immer entgegen kamen, sei es durch ihre finanzielle oder tatkräftige Unterstützung, sowie durch Bereitstellung der Halle für Trainings- oder Meisterschaftszwecke oder einfach durch ihre Mithilfe.

 

Walter Schörkl
(Obmann des JCM)
2005